Sturmhöhen
Bin wohl verschollen
vertrieben vom Wind
Herbstwogen rollen
mein Sinn fühlt sich blind
Bei mir ist's nun kalt
wie auch bei Dir dort
nun läuft unser Jahr
voreinand fort.
Denk' ich an gestern
fühle warm goldnen Sand
heut' seh ich Schlick
am Wasserrand
Ich halte die Wärme
verschränkt bei mir fest
reck ich die Arme
entkommt mir der Rest
So stehe ich zögernd
Fuß sandumgossen
Hände vergraben
Mantel verschlossen.
Draußen im Dunkel
kämpft trotzend ein Boot
nun setzt es sein Licht
sieh an es ist rot
Die Sturmfahne dreht
steht hart gegen mich
ich fühl mich gedehnt
zurück nah an Dich.
Wolfgang Alt, März '99
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